50 Shades of Grey

Skandalfilm oder gelungene Romanverfilmung?fifty-shades-of-grey-poster-dt

Er ist der bisher meistdiskutierte Film des Jahres: „50 Shades of Grey“, die erste Romanverfilmung der Bestseller-Trilogie von E.L. James. Die Romane sorgten bereits für unterschiedliche Kritiken: „Hausfrauenporno“, „anregende Pornolektüre“ oder „zeitloser Bestseller“ – die Meinungen zu Buch und Film gehen auseinander.

Die 21-jährige Literaturstudentin Anastasia Steele muss in Vertretung für ihre Mitbewohnerin Kate für die Universitätszeitung ein Interview mit dem beliebtesten Junggesellen Seattles, dem erfolgreichen Unternehmer Christian Grey führen. Nachdem sie in sein Büro stolpert, begegnet sie nicht nur einem äußerst attraktiven und jungen, sondern auch einem kalten und arroganten Mr. Grey, der die junge und unerfahrene Studentin sofort einschüchtert und in seinen Bann zieht. Diese Anziehung beruht allerdings auf Gegenseitigkeit, sodass Christian Ana schon bald in seine Welt und in sein Spielzimmer lässt.

Wer das Buch gelesen hat, wird womöglich ein wenig enttäuscht sein – durch die niedrige Altersbegrenzung (FSK 16) sind einige Passagen im Spielzimmer nicht im Film zu sehen. Es fehlen außerdem wichtige Szenen außerhalb des Schlaf- bzw. Spielzimmers, die die Beziehung der beiden Charaktere prägen. Wer das Buch nicht kennt, könnte bei einigen Szenen sehr verwirrt sein, da einiges weggelassen wird, was zum Verständnis der gesamten Geschichte beiträgt.

Die Harmonie der Hauptdarsteller Dakota Johnson und Jamie Dornan ist besser als erwartet. Dakota Johnson spielt die Rolle des Mauerblümchens Ana hervorragend und auch Jamie Dornan ist eine sehr gute Besetzung für den arroganten, „in 50 Facetten abgefuckten“ Christian Grey. Die Spannung zwischen den beiden ist greifbar und  – trotz vieler Befürchtungen im Vorfeld – sind die beiden die ideale Besetzung für die Romanverfilmung.

Regie: Sam Taylor-Johnson

Darsteller: Dakota Johnson, Jamie Dornan

Länge: 125 Minuten

Kinostart: 12. Februar 2015

Von Sabrina Wirth