Philogelder 2015 – Ein Überblick

Foto: Nick Ares

Wie viel für wen und was?

Auch 2015 planen die Fachschaften der philosophischen Fakultät wieder zahlreiche Ausflüge und Events. Doch was kosten die Pläne der Fachschaften und wer bezahlt sie eigentlich? Wir haben für euch die wichtigsten Fakten und Projekte zusammengestellt.

Die sogenannten Qualitätsverbesserungsmittel (kurz: QVM) setzen sich aus Landesmittel zusammen. Hierbei handelt es sich um die Ersatzzahlungen für die früheren Studiengebühren. Sie sind nur eine Möglichkeit der Finanzierung für Fachschaften – neben dem Fachschaftsfördertopf der AStA sowie dem eigentlichen Fachschaftsetat, der aus den Semesterbeiträgen gespeist wird. Finanziert von den QVM werden zusätzliche Leistungen, die für ein erfolgreiches Studium zwar nicht notwendig, aber sinnvoll sind. Darunter zählen beispielsweise Bildungsreisen oder Weiterbildungsangebote. Anrecht darauf hat jede Fachschaft, die fristgerecht einen Antrag zur Finanzierung studienbezogener Projekte einreicht. Die Kommission der Fakultät – zur Mehrheit bestehend aus studentischen Mitgliedern – vergibt die QVM und beschloss eine Summe von 50.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Am Ende stimmen die Fachschaften darüber ab, für welches Projekt wie viel Geld bereitgestellt werden soll.

Sehr beliebt sind auch in diesem Jahr studienbezogene Reisen. So plant die Germanistik 2015 eine literarische Reise nach Budapest. Unter anderem sollen das Holocaust Dokumentationszentrum und das kaiserliche Schloss von Franz und Sissi besucht werden. Beantragt wurde hierfür ein Betrag von 7.500 Euro.

Wenn du zu den Medienwissenschaftlern gehörst, kannst du dich gleich auf zwei Sachen freuen. Es mag schon aufgefallen sein, dass der Filmkeller des Instituts für Medienkultur und Theater seit einiger Zeit geschlossen ist. Grund hierfür sind unzureichende Brandschutzmaßnahmen. Deshalb möchte die medienwissenschaftliche Fachschaft die beantragten Gelder für Kinonächte außerhalb der Institutsräumlichkeiten verwenden. Eine Location steht auch schon: Die Kneipe ‚Kiez‘ in der Moselstraße! An zwei Abenden im Semester sollen dann endlich wieder exquisite Streifen im kleinen Kreis gezeigt werden. Dann steht noch die alljährlich stattfindende MeWi-Fahrt auf dem Plan. Für 40 Studierende geht’s dann in eine Kulturhauptstadt, die jedoch noch offen steht. Veranschlagt hat die Fachschaft dafür insgesamt 8.000 Euro.

Die Geschichte macht’s kurz und hätte gern 6.000 Euro für eine drei- bis viertägige Bildungsreise nach London mit maximal 20 TeilnehmerInnen.

Für die Romanistik soll’s dieses Jahr in die Normandie gehen, nämlich nach Caen. Unter Wilhelm – dem Eroberer – zur Entfaltung gekommen, spielt die Stadt in der Epoche des französischen Impressionismus eine bedeutende Rolle. Dafür beantragt die Fachschaft ca. 3.700 Euro für maximal 20 Personen.

Die Musikwissenschaft plant 2015 zwei Dinge: Zunächst soll die Reihe ‚Studium Danach‘ fortgeführt werden, in der Alumnis über ihren Werdegang berichten. Darüber hinaus planen die MuWis Ende Juni einen Besuch im Karlsruher ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie), in dem die Konferenz ‚Next Generation‘ mit Vorträgen, Werkvorstellungen und Konzerten von jungen Komponisten stattfindet.

Die Niederlandistik möchte im besten Fall mit 18 Personen nach Amsterdam. Im Mai werden dann Führungen durch das Rijksmuseum, Tropenmuseum und Theater Schauburg geplant sein –  Schwerpunkt: 17. Jahrhundert. Natürlich gehört zu einem Amsterdambesuch auch eine anständige Graachtenfahrt. Das beantragte Budget liegt hier bei etwa 3.100 Euro.

Es tut sich also schon einiges in der Planung für 2015 der philosophischen Fachschaften. Wer an einem der Angebote interessiert ist, sollte hin und wieder den Verteiler der jeweiligen Fachschaft checken.

Von Andreas Lemcke