Es grünt so grün, wenn Unis Blüten blüh’n…

© Vera Kleinken

Der Campusgarten startet in eine neue Gartensaison.

Die wenigsten Studierenden haben einen eigenen Garten, sondern müssen sich mit den zahlreichen Kölner Parks zufrieden geben. Nutzpflanzen sieht man dort jedoch eher selten. Auf studentischen Balkons findet sich die ein oder andere Basilikumpflanze, ab und zu auch eine Tomatenpflanze – für mehr reicht selten der Platz.

Vielfalt im gemeinsamen Garten

© Vera Kleinken
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Davon ist im Campusgarten jedoch reichlich vorhanden. Am Studentenweg hinter dem Weyertal findet der gemeine Stadtmensch einiges, was er sonst nur aus dem Supermarkt kennt. Hier wachsen neben Tomaten, Kohl und Basilikum auch besondere Gemüsesorten, die es nur selten zu kaufen gibt. So zum Beispiel der früher in der Region weit verbreitete Maiwirsing, den eine Anwohnerin in der letzten Saison spendete.

Der Garten bietet dank der ruhigen Lage zwar durchaus einen Ort zum Verweilen, Zierpflanzen sind jedoch in der Unterzahl. Schließlich handelt es sich beim Campusgarten um einen Nutzgarten, der gemeinschaftliches Arbeiten und die Bildung von grundständigem ökologischem Wissen fördern soll. Beim sonntäglichen Gärtnern, Sommerfest oder Glühweinabend treffen Studierende auf Anwohner, Familien mit Kindern und sonstige Interessierte. Das Gemeinschaftsgefühl schätzen die Beteiligten besonders.

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Umzug nicht ausgeschlossen

Da die Uni ständig über Raummangel klagt, könnte auch das Gelände des Campusgartens nach Ende des Pachtvertrages in drei Jahren für andere Zwecke benötigt werden. Um einen Umzug mitsamt Pflanzen zu ermöglichen, wird nichts direkt in die Erde gepflanzt. Stattdessen werden Kübel, Paletten und Kisten benutzt, was im Urban Gardening durchaus üblich ist. „Dass unser Garten überhaupt auf einer Wiese steht, ist schon ungewöhnlich“, erklärt Mitbegründer Aaron. Andere Urban Gardening-Projekte finden zum Beispiel auf verlassenen Parkplätzen statt.

Ein Organisationsteam von ungefähr zehn Studierenden kümmert sich um die Gartenplanung, die Beschilderung der Beete und die Finanzierung des Projekts. Außerdem sehen sie regelmäßig im Foodsharing-Fairteiler des Gartens nach dem rechten. Ein Großteil der benötigten Materialien wäre normalerweise weggeworfen worden, beispielsweise übrig gebliebene Planen vom Bau des neuen Studierenden-Service-Centers. Die restlichen finanziellen Mittel stellt der Asta bereit.

© Vera Kleinken
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Wer also Lust hat, sich im kommenden Semester körperlich zu ertüchtigen und gemeinsam im Team einen Garten zu betreuen, kann jederzeit dazustoßen. Die bisherigen Aktiven freuen sich auf jeden Fall schon darauf, auch in diesem Semester die Sonne im Garten zu genießen.

 

Von Alina Finke

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