Ihr habt gewählt! Habt ihr gewählt?

Die Wahlbeteiligung war verschwindend gering.

Ihr, die Studierenden und Mitglieder der Universität zu Köln, hattet die Möglichkeit, zu wählen. Eine Woche lang war nicht nur das Foyer des Philosophikums im Ausnahmezustand. Alles war  mit Wahlplakaten und Flyern zugekleistert. So führte doch kein Weg daran vorbei, unsere angekreuzten Wahlbögen in die Urnen zu stecken. Wir waren ja schließlich mehr als gut informiert über unsere Möglichkeiten und angepriesenen Veränderungen. Oder etwa nicht? Wenn du völlig den Überblick verloren hast und in der Wahlwoche noch weniger als vorher wusstest, was nun gewählt wird und wer zur Wahl steht, dann bist du nicht allein. Zumindest deutet die Wahlbeteiligung darauf hin – 13,7% sind definitiv nicht die große Masse. Und hast du dich doch entschieden, zu wählen und die Wahlbögen schließlich in der Hand, bist du völlig erschlagen von so vielen Listen und Namen. Schließlich hast du dich vorher allerhöchstens über die verschiedenen Parteien informiert, aber was sagen dir jetzt die gefühlt 5000 zur Wahl stehenden Studierenden? Da ist ein Kreuz schnell mal dort gemacht, wo sich der Name amüsant anhört oder wo der Stift mit geschlossenen Augen nun hingefallen ist.

Die Frage ist, ob sich da nicht irgendwas machen lässt. Wer sich nicht vor jedes Plakat jeder Partei gestellt hat und wissen wollte, wen oder was er da genau wählt, war gut damit beraten, in das ausliegende Heft  „Wahlen 2014“ zu schauen. Ein Versuch, uns Studierenden einen Überblick zu ermöglichen. Und dennoch ist es fraglich, ob man dieses Heft in der Wahlkabine noch im Kopf hat, wenn einem die Listen förmlich entgegen springen. Das Wählen ist also eine durchaus schwierige Angelegenheit. Und dennoch: Sie ist schwierig, aber ernst zu nehmen. Sollte man nicht immer, wenn es möglich ist, seiner Stimme Ausdruck verleihen?

 

Weitere Infos zu den Wahlen findet ihr unter wahlen.uni-koeln.de 

…und hier in unserem Artikel über die Wahlen 2014.

 

Von Maike Altenrath