Von der Uni in die schönsten Ecken Kölns

Zwei Studentinnen der Uni Köln zeigen auf ihrem Instagram-Account schöne Orte in der Domstadt und berichten über ein Uniprojekt, das zum Hobby wurde.

 

Neben Facebook, Twitter oder Snapchat ist Instragram eine der meist genutzten Plattformen unserer Zeit. Die App wird aber nicht nur für private Zwecke, sondern oft auch zum Bloggen oder für Werbezwecke genutzt. Durch ein Seminar an der Philosophischen Fakultät haben sich auch die Gründerinnen des Instagram Profils cologne_bestplace kennen gelernt. Rebecca Stöcker (22) und Jill Graeb (28) sind bis heute auf ihrem Profil mit über 2500 Followern aktiv.

Philtrat: Rebecca und Jill, worum geht es auf eurem Instagram-Account?

Rebecca: Wir wollen die schönsten Ecken in Köln zeigen. Sowohl bekannte Ecken, typische Touristenorte, als auch ganz unbekannte Orte. Wir wollen einfach zeigen, wie vielfältig Köln ist.

Woher kam die Idee für den Account?

Rebecca: Angefangen hat alles in der Uni im Wintersemester 2015/16. Da hatten wir die Aufgabe, uns das Semester über mit einem praktischen Projekt zu beschäftigen, ein bestimmter Rahmen war aber nicht gegeben.

Jill: Wir waren damals zu fünft in der Gruppe und haben uns überlegt, einen Instagram-Account zu machen.

Rebecca: Mit Instagram hatten wir schon eine Plattform, die wir nur noch bespielen mussten. Weil wir alle Köln mögen, sind wir dann auf die Idee gekommen, etwas über Köln zu machen.

Wie habt ihr euch auf die Arbeit mit dem Account vorbereitet?

Jill: Wir haben grob festgelegt, was wir fotografieren, wobei wir uns da einen breiten Spielraum gelassen haben.

Rebecca: Manchmal sind es einfach Momentaufnahmen aus dem Alltag, von denen wir sagen: „Das ist cool, das laden wir hoch, das könnte den Leuten gefallen.“ Letztendlich ging es dann relativ schnell, dass wir den Account eröffnet und mit dem Posten losgelegt haben.

Was waren dann die ersten Schritte? Wie erreicht ihr eure Abonnenten?

Jill: Wir haben überlegt welche Hashtags wir benutzen und was wir unter die Bilder setzen könnten. Dann haben wir immer einen Text unter die Bilder geschrieben und die Reaktionen beobachtet.

Wie lang hat es gedauert bis sich eine gewisse Zahl an Followern angesammelt hatte?

Rebecca: Als wir eine Basis von 300- 400 hatten, ging es schnell weiter und es kamen immer mehr hinzu. Der Anfang war schleppend, da haben wir in der Woche drei bis fünf Follower dazu bekommen, mittlerweile sind es schon eher um die 50.

Jill: Wir haben uns aber auch bewusst gegen das Prinzip „follow for follow“ entschieden. Das hat zwar viele Follower gebracht, entsprach aber nicht unseren Vorstellungen von dem Account.

Was hat euch dazu motiviert, den Account nach dem Seminar weiter zu führen?

Rebecca: Als das Seminar zu Ende ging, hatten wir uns schon eine relativ gute Basis an Followern erarbeitet und unserer Meinung nach wäre es schade gewesen, den Account einfach einschlafen zu lassen. Nebenbei fällt einem so in der Stadt auch immer etwas anderes auf, auf das man sonst nicht geachtet hätte.

Jill: Genau, irgendwann hatten wir dann auch den Blick dafür. Das tägliche Posten beizubehalten war auch nicht schwer und anhand von neuen Followern und Likes misst man seinen Erfolg, das macht einfach Spaß.

Dann hat sich durch euren Account euer Blick auf die Stadt geändert?

Jill: Ja, ich bin immer auf der Suche nach neuen Bildern. Das Problem ist nur, dass man meistens dieselben Wege geht, viele Viertel haben wir daher noch nicht abgedeckt.

Passiert euch mit dem Account oft Kurioses oder Lustiges?

Rebecca: Einmal habe ich ein Bild von einem mir unbekannten Bauwerk vor der Mensa gepostet: „Kurioser Fund, weiß jemand was das ist?“ Es hat tatsächlich jemand darunter geantwortet, das Bauwerk war die alte Mensa Ampel. Dass jemand darauf reagiert hat, hat mich gefreut.

Wie ist euer eigenes Logo entstanden?

Jill: Nach dem tausendsten Follower haben wir uns überlegt, dass wir etwas Besonderes brauchen. Außerdem wollten wir an Seriosität gewinnen.

Rebecca: Da die Bilder mit dem Dom oder der Skyline auf dem Account immer überproportional viele Likes haben, sollte das Wahrzeichen Kölns auch in irgendeiner Fom dabei sein. Die Grafikerin hat uns ein paar Logos zur Auswahl entworfen. Jetzt nutzen wir es im Profil und auf den Fotos, wegen des Widererkennungswertes und natürlich auch wegen des Copyrights.

Wie stellt ihr euch die Zukunft vor?

Rebecca: Wir müssen auf jeden Fall noch mehr Ecken in der Stadt fotografieren. So können wir auch noch viel mehr auf die Vielfalt der Stadt eingehen und sie selber besser kennen lernen.

Jill: Wir haben uns sehr daran gewöhnt, diesen Account zu machen, deshalb wird es auf jeden Fall weiter gehen. Natürlich freuen wir uns über jeden neuen Follower und hoffen, dass noch einige dazu kommen.

Von Nina Blumenrath

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