Abenteuer Island

Solfar-Skulptur in Reykjavik Solfar-Skulptur in Reykjavik.

Magische Landschaften aus Vulkanen, Gletschern und Geysiren.

Obwohl ich vor meiner Reise noch nie dort war, hat mich Skandinavien schon immer verzaubert. Die nördlichen Länder strahlen eine ganz besondere Magie aus. Island sticht aufgrund der Vulkane, Geysire und Wasserfälle mit seinen Landschaften nochmal ganz besonders hervor. Deswegen hatte ich mir in den Kopf gesetzt, dort so schnell wie möglich hinzureisen. Hier möchte ich mein kleines Island-Abenteuer mit euch teilen.

In Reykjavik

Mit den sehnsüchtigsten Erwartungen saß ich im Flieger nach Reykjavik. Gut zehn Tage habe ich in dieser kleinen charmanten Stadt verbracht und war sofort total begeistert von ihr. Reykjavik ist mit rund 120.000 Einwohnern recht überschaubar – und doch die größte Stadt Islands. Die wichtigsten Touristenattraktionen wie das National Museum, die Hallgrímskirkja (die größte Kirche des Landes) oder die Harpa-Concert-Hall liegen alle sehr zentral und sind zu Fuß gut zu erreichen. Für alle Sehenswürdigkeiten, die auch etwas außerhalb von Reykjavik liegen, bieten sich vor allem die Reisebusse (Gray Line oder Reykjavik Exkursions) an. Diese ermöglichen eine preiswerte und komfortable Fortbewegung von einem Ort zum anderen. Sie sind vor allem Alleinreisenden zu empfehlen, da einem abgesehen von Bus und Auto in Island nicht viele alternative Transportmittel zur Verfügung stehen.

Auch ich habe mich mit dem Bus in unterschiedliche Ecken von Island vorgewagt und konnte so einen Teil der Südküste, sowie ein paar Orte östlich von Reykjavik erkunden. Fernab von der Zivilisation und den Städten haben mir für die Landschaft oftmals die Worte gefehlt. Ich war umgeben vom unendlichen Weiß bestehend aus Gletschern, Eis und Schnee – ein wahres Spektakel, das Island besonders im Winter zu einem reizvollen Reiseziel macht.

Islands ewiger Wetter-Mythos

Wer sich dazu entschließt, Island im Winter zu besuchen, wird jedoch auch mit einem Problem konfrontiert: Den stetig wechselnden Wetterumständen. Bei diesen handelt es sich nicht selten um heftige Schneestürme, weswegen sich das Land nicht so aktiv erkunden lässt wie vielleicht gewünscht. Da Schneestürme keine Seltenheit sind, konnte ich beispielsweise nicht wandern gehen, was ich gerne fernab der Zivilisation getan hätte Wer im Sommer nach Island reist, hat mit Sicherheit mehr Glück.

Wasserfall Skógafoss

Obwohl ich es ein wenig schade fand, dass ich nicht alle meine Reisewünsche in die Tat umsetzen konnte, war ich doch heilfroh darüber, Islands atemberaubende Landschaft in eine weiße Schneedecke eingebettet zu erleben – ein unvergesslicher Anblick. Natürlich habe ich auch einige touristische Attraktionen besucht, – wie die Wasserfälle Gulfoss, Skogafoss, den Black Beach und die Blaue Lagune. Obwohl überall sehr viele Touristen waren, lohnt sich ein Besuch sehr. Island sollte auf die Bucket List eines jeden Menschen – egal ob Weltenbummler oder Reisemuffel, ob jung oder alt – Island fasziniert mit seinem einzigartigen Naturspektakel.

Hier noch ein paar Tipps für die Reise:

1) Für jedes Wetter gerüstet sein! Es ist kein Mythos, dass das Wetter in Island alle 30 Minuten umschlägt. An einem Reisetag habe ich von Sonnenschein über Regen, Hagel und Schnee alles erlebt. Ich würde jedem vorher ans Herz legen, so viel warme Kleidung wie möglich in den Koffer zu packen (mit einem Skianzug ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite).
2) Snacks aus Deutschland mitbringen. Wer schon mal in London war, weiß, dass diese Stadt wahnsinnig überteuert ist und als naiver Reiseamateur hätte ich nicht gedacht, dass dies noch zu überbieten ist. Logischerweise bekommt Reykjavik als Hauptstadt einer Insel, bei der der Großteil der Güter importiert werden muss, genau das hin und stellt London mit Preisen wie umgerechnet 14 Euro für eine Suppe doch locker in den Schatten. Dass dies keine Preisklasse für arme Studenten ist, erklärt sich von selbst. Deswegen kann ich jedem, der nach Island reisen will, nur raten, so viele Snacks und unverderbliche Speisen wie möglich einzupacken.
3) Schwimmbäder besuchen. In Reykjavik lässt es sich innerhalb der Stadt in mehreren kleinen Schwimmbädern zu einem erschwinglichen Preis ausspannen (umgerechnet ca. 6 Euro – für isländische Verhältnisse ein wahres Schnäppchen!). Dies ist nach einem langen Stadtrundgang besonders empfehlenswert!

Von Deniz Klarhorst

Advertisements