Apps here, apps there, applications everywhere

Scan-Funktion bei Codecheck Und so funktioniert dier Scan-Funktion bei Codecheck. Foto: Klaudia Kasek.

Die Apps Codecheck und Too good to go im Praxistest

Wenn es um innovative und nachhaltige Ideen geht, stechen Codecheck und Too good to go unter den zahlreichen Apps auf dem Markt besonders hervor. Die HerstellerInnen haben sich einiges vorgenommen und entwickeln zwei Apps, die nicht nur mit Schnellig­keit oder Einfachheit im Gebrauch werben. Vielmehr ist ihr Ziel, den VerbraucherInnen zu einer be­wussten und verantwortungsvol­len Lebensführung zu verhelfen. Die Idee: Codecheck soll mithilfe seiner Scan-Funktion einen schnel­len und präzisen Einblick über die Inhaltsstoffe von Kosmetikartikeln verschaffen. NutzerInnen können sich so darüber im Klaren werden, welche Wirkung ein Kosmetikartikel auf den Körper haben kann. Too good to go setzt sich gegen Lebensmittelverschwendung in Re­staurants ein. Mithilfe der App kann übrig gebliebenes Essen zahlreicher Restaurants zum günstigen Preis erworben werden und muss somit nicht weggeworfen werden. Doch gute Ideen allein reichen nicht. Wie schneiden die Apps in einem Praxistest tatsächlich ab?

Nie wieder lange Beratungen bei KosmetikerInnen

In der Fülle der Kosmetikartikel verlieren VerbraucherInnen häufig den Überblick. Wie so oft, machen sie sich auf den Weg zur Fachkraft, die sie bei Entscheidungsfragen unterstützen soll. Doch eine Beratung dieser Art erfordert oft Zeit und Aufwand. Codecheck soll dies vereinfachen. Mithilfe der App können Barcodes von Produkten gescannt und auf Inhaltsstoffe überprüft werden. Die NutzerInnen sparen sich nicht nur den Weg zum Fachgeschäft. Die App bietet darüber hinaus eine Menge an nützlichen Hintergrund­informationen zu den Produkten. Und so funktioniert das Programm: Nach dem Einscannen des Barcodes, erscheinen das Produkt, die Bewertungen von Experten und der ungefähre Preis auf dem Display. Neben einer Liste aller Inhaltsstoffe, die sich im Produkt befinden, wird in einem Kreisdiagramm angezeigt, zu wieviel Prozent das Produkt aus empfehlenswerten und nicht empfehlenswerten Stoffen besteht. Zu jedem Inhaltsstoff erfolgt die Bewertung von unbedenklich bis zu sehr bedenklich und ein kurzer Bericht darüber, welche Wirkungen die Rohstoffe auf den Körper haben. Weiter unten befinden sich Erfahrungsberichte anderer NutzerInnen zu den Vor-und Nachteilen des Kosmetikartikels, wie dem Duft oder dem Preis-Leistungsverhältnis. Sollte das getestete Produkt keine optimalen Werte aufzeigen, finden die KäuferInnen schlussendlich eine Liste mit vergleichsweise besseren Produkten. Codecheck bietet neben der Scan-Funktion auch zahlreiche Berichte zum Thema Lifestyle, Beauty und Gesundheit, welche stets mit passenden Bildern versehen werden.

Der Praxistest zeigt, dass die App nicht nur einfach in der Bedienung, sondern auch optisch sehr ansprechend gestaltet ist. Der kompakte Aufbau, versehen mit kurzen und präzisen Berichten, verhilft den NutzerInnen zur schnellen Übersicht, die den Einkauf erheblich erleichtert. Trotz der großen Bandbreite an bereits vorhandenen Produkten, die auf Codecheck zu finden ist, gibt es dennoch einzelne Produkte und Inhaltsstoffe, die noch nicht analysiert wurden. Zudem bemängeln Kritiker, dass manche Informationen bereits veraltet und nicht auf dem neusten Stand sind. Auch wenn diese Kritikpunkte durchaus ihren Stellenwert haben, das Austesten von Codecheck macht Kosmetikliebhabern sicherlich Spaß. Die kinderleichte Handhabung und die kompakten Informationen er-sparen NutzerInnen nicht nur Zeit, sondern bringen mit der Scanfunktion den eigenen Entdeckerinstinkt zum Vorschein. Die App ist deswegen durchaus empfehlenswert. Die App gibt es sowohl für das iPhone als auch für Android-Geräte.

Resteverwertung auf einem hohen Niveau

Ein ganz neues, aus Dänemark stammendes Verkaufskonzept etabliert sich derzeit in Deutschland. Die von den Machern selbst er­nannte „App gegen Lebensmittelverschwendung“ soll die enorme Anzahl an weggeworfenen Lebens­mitteln verringern und kommt dabei sowohl den VerkäuferInnen als auch den KäuferInnen zugute. Wie soll das gehen? Mithilfe der App, kann das übrig gebliebene Essen in Restaurants und Bäckereien zu einem günstigen Preis erworben werden. Somit müssen die Restaurants keine Gerichte wegwerfen und machen deswegen nur wenig Verlust. Die KäuferInnen können sich hingegen auf gutes Essen für wenig Geld freuen. Dabei werden immer Überraschungsboxen angeboten, denn was schlussendlich übrig bleibt, wissen die AnbieterInnen zunächst nicht. In der Praxis funktioniert der Kauf folgendermaßen: Sobald die App gestartet wird, erscheint auf dem Display eine Liste mit Restaurants und Bäckereien in der Nähe, die an dem Konzept teil­nehmen. Die KäuferInnen können daraufhin ein Restaurant wählen und dort eine „Reste-Box“ bestellen. Dabei ist es durchaus möglich, dass eine Sushi-Box im Wert von 8 Euro bei Too good to go für lediglich 3 Euro zu erwerben ist. Bezahlt wird dabei ausschließlich per Paypal oder mit der Kreditkarte.

Papiertüte
Was wohl in dieser Too Good To Go Tüte drinsteckt? Foto: Klaudia Kasek.
Backwaren in Tüte
Lass dich überraschen, wie deine Too Good To Go Tüte oder Box gefüllt ist! Foto: Klaudia Kasek.
Asiatisches Essen
Lass dich überraschen, wie deine Too Good To Go Tüte oder Box gefüllt ist! Foto: Klaudia Kasek.

Besonders wichtig ist es, auf die Abholzeit zu achten, denn auch wenn oft einige Stunden bis zur Abholung vor einem liegen, beträgt die Zeitspanne, in der die Ware abgeholt werden darf, meistens nicht länger als 15 Minuten. Wer nicht pünktlich ist, hat leider Pech gehabt, denn eine Rückerstattung des Geldes ist in dem Fall nicht möglich. Nichtdestotrotz lohnt es sich die App, die es für iOS und Android gibt, auszutesten. Die Boxen sind meistens gut gefüllt und die Qualität des Essens entspricht der des jeweiligen Restaurants, sodass die KäuferInnen sich von dem Wort „Reste“ nicht verunsichern lassen sollten. Neben den unschlagbaren Preisen verstecken sich in den Boxen stets angenehme Überraschungen, die vor allem auf Videoabenden mit Freunden immer wieder gut ankommen.

Von Klaudia Kasek

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