Junge Kölner Kunst ist wonderful

von links nach rechts: Pace Ventura / Divine / Laeti. Fotoinhaber von links nach rechts: Artist Orlando / Özgün Kaya / Timo Vogt. Bearbeitung: Özgün Kaya, CC BY 2.0.

Ausstellung und Party im Kulturbunker

Kunst zu schaffen ist nicht leicht. Es braucht Talent, Hingabe und eine ordentliche Portion Unterstützung. Materialien, Zeit und Freiräume sind Grundvoraussetzungen für das Entstehen kreativer Arbeit. Viele junge Menschen, die mal hier und da malen, kritzeln, schreiben, schaffen es nicht ihre Leidenschaft auszuarbeiten und im späteren Leben professionell zu gestalten. Da freut es sehr, dass es zu kleinen Glücksmomenten wie diesem kommt:

Umstände brachten den Kölner Künstler Artist Orlando eines Tages in die 11. Städtische Gesamtschule Köln-Mülheim. Dort wurde er von einer Schülerin angesprochen: die 16-jährige Divine aus der 10. Klasse. Sie präsentierte ihm einige ihrer gemalten Bilder und er zeigte sich begeistert. Seitdem sind einige Monate vergangen. Er stellt Divine seither Leinwände, Farbe, Pinsel und seine Zeit zur Verfügung, während er gleichzeitig eine Gruppe an SchülerInnen derselben Schule die Organisation einer Kulturveranstaltung anvertraute. Es soll eine Veranstaltung zu Ehren Divines sein. Im Gespräch betont Artist Orlando wie wichtig es ihm ist, den Jugendlichen Selbstständigkeit, Durchhaltevermögen und den Mut zur freien Entscheidung nahezubringen. Es sei nicht seine Kunst, die ausgestellt wird und schon gar nicht seine Veranstaltung, die da organisiert wird. Er stoße bloß an, was schon längst da gewesen sei: Talent und Begeisterung der SchülerInnen. Sie und die Künstlerin Divine arbeiten, werkeln und schaffen alles in kompletter Eigenregie.

Am Samstag, den 15. Juni, wird im Kulturbunker Köln-Mülheim Divines Kunst ausgestellt werden. Die Ausstellung läuft unter dem von ihr selbstgewählten Titel wonderful. Dazu wird es eine Musikbegleitung in Form der jungen Kölner DJane Laeti und des Kölner Urgesteins Pace Ventura, welcher als Veranstalter der Hip-Hop-Partyreihe Kopfnicker bekannt ist, geben.

Von Özgün Kaya

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