Motivieren und Inspirieren

Alexx Jeanne Alex Jeanne, Gründerin und Moderatorin von Alex im Wunderland. Foto: Christian Kaufels

„Alex im Wunderland“ sucht nach all den schönen und guten Dingen Kölns

16. Juni 2017 – Das war der Tag, an dem die allererste Pilotfolge des neuen Webserien-Formats „Alex im Wunderland“ online ging. Knapp viereinhalb Minuten begleitet Moderatorin Alex mit einer Kamera
darin die Veranstaltung „Trödelbeats“ im Burgerladen Zimmermann’s. Die erste vollständige Staffel ist inzwischen auf dem YouTube-Channel „Alex im Wunderland“ zu sehen und umfasst ca. sieben Folgen à fünf bis zehn Minuten. Darin betrachtet Alex ganz verschiedene Facetten des Kölner Stadtlebens – vom Flüchtlingsprojekt bis hin zur nachhaltigen Ernährung ist alles dabei. Das Team rund um Alex Jeanne möchte auf diese Weise versuchen, möglichst viele nennenswerte Projekte in Köln vorzustellen, bei denen der eigene Gewinn eben nicht an erster Stelle steht. Vielmehr möchten sie solche hervorheben, die auch etwas für unsere Gesellschaft und unser glückliches Zusammenleben schaffen.

Wozu der ganze Aufwand? Was steckt hinter dem Format? Das hat Alex der philtrat in Ruhe bei einem Kaffee erklärt. Denn die Webserie ist nicht einfach nur um des Entstehens Willen ins Leben gerufen worden. Vielmehr ist es Alex’ ganz persönliche Herzenssache. Angefangen hat das Ganze vor Jahren mit ihrer Moderations- und Schauspielausbildung. Immer schon wollte sie genau das machen und konnte sich dann sogar über ihre ersten Aufträge freuen – nur hielt die Freude nicht allzu lange an. „Irgendwann war ich an einem Punkt gekommen, an dem es mich fast depressiv gemacht hat. All die Werbung, all die Aufträge, die ich bekommen habe – es ging immer nur um Geld und Konsum, aber nie um irgendetwas Ehrliches oder Inspirierendes.“

Dreharbeiten
Das Team bei den Dreharbeiten für die neuen Folgen, die ab Juni 2018 veröffentlicht worden sind. Foto: Lotti Lesch

Damals hat sie aufgehört, Aufträge anzunehmen und sich immer mehr von der Kamera zurückgezogen. In ihrem Bekanntenkreis ist sie damit teilweise auf großes Unverständnis gestoßen. Warum so eine aufwändige Ausbildung machen, wenn sie dann doch gar keine Lust auf den Beruf hat? Doch Alex ließ sich davon nicht beirren. Für sie stand fest: Es muss sich etwas ändern, damit sie wieder glücklich mit ihrem Traumberuf und ihrem Leben werden kann.

Genau vor diesem Hintergrund ist dann das Format Alex im Wunderland entstanden. Motivieren und inspirieren – sich selbst und alle ZuschauerInnen. Klingt nach Moralaposteln? Das sind die FilmerInnen trotzdem nicht. „Es ist uns sehr wichtig, dass wir eben nicht sagen, dass ab jetzt jeder vegan leben muss und nur noch Fairtrade und Secondhand kaufen darf. Darum geht’s auch gar nicht. Stattdessen möchten wir Positivbeispiele aufführen und den Leuten eben zeigen, dass es auch Alternativen gibt und wir uns nicht diesem gedankenlosen Konsum hingeben müssen, wenn wir das nicht möchten. Man hat fast immer eine Wahl“, erklärt Alex.

Die eigene Glückssuche – das soll bei dem Projekt immer im Fokus bleiben. Was macht uns eigentlich glücklich und wie erreichen wir dieses Glück, ohne dass wir andere dabei hinten anstellen? Ein neues YouTube-Format wird diese Fragen sicherlich nicht ein für alle Mal beantworten können. Auf so eine Weltrettungs-Hoheit erheben die ProduzentInnen aber auch gar keinen Anspruch. Vielmehr geht es darum, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten, die allen guttut. Und diese Vision geht in dem Format bislang voll und ganz auf.

Von Jana Waldorf

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